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Ernährung von Terrarientieren
Was Sie zu Haltung und Pflege von Terrarientieren wissen sollten!
Ernährung
Die Ernährung von Terrarientieren
Viele der Terrarientiere von Reptilien bis zu Wirbellosen benötigen lebendes Futter als Nahrung. Geeignete Futterinsekten sind Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Zophobas und andere Larven, Schaben und sonstige Gliederfüßer. Doch Achtung: Futter ist nicht gleich Futter!
Mittlerweile gibt es fast in jedem Zoofachgeschäft und in sehr vielen Baumärkten Futterinsekten zu kaufen. Massenware!, deren Nährwert aufgrund schlechter vorheriger Haltung relativ gering ist und die extrem überteuert angeboten wird.
Man hat die Möglichkeit, sich ein sogenanntes Futtertier-Abo bei einem der vielen Anbieter im Internet einzurichten. Eine feine Sache! Je nach gewünschtem Zyklus bekommt man wöchentlich, 14-tägig oder monatlich seine Futterinsekten direkt vor die Haustür geliefert.
Achtung: Im Baumarkt sehr teuer und schlechte Qualität, die Futtertiere leben meist nicht lange!!!
Eine weitere Möglichkeit ist die einer eigenen Zucht, wer sich das in seinen Wohnräumen antun möchte. Auch hierfür gibt es entsprechende Literatur. Die Zucht von Argentinischen Schaben zum Beispiel ist sehr einfach zu handhaben und eine saubere Angelegenheit.
Einige Tierarten beschränken ihre Nahrung auf rein pflanzliche Kost in Form von Obst, Gemüse und Kräutern und sind nicht auf tierische Ernährung angewiesen.
Vitamine und Mineralstoffe
Der Mensch kann den Tieren niemals eine solch abwechslungsreiche Kost anbieten, wie sie in der Natur vorhanden ist. Aus diesem Grund müssen dem Futter entsprechend Vitamine und Mineralstoffe zugefügt werden.
Einige Wirbellose, deren Lebenserwartung nicht einmal ein Jahr beträgt, haben allerdings für einen möglichen Vitaminmangel gar nicht genügend Zeit.
Kalzium, Phosphor, Natrium, Kalium und Magnesium sind die wichtigsten Mineralstoffe für den Flüssigkeitshaushalt sowie den Enzym- und Eiweißstoffwechsel. Hinzu kommen Spurenelemente wie zum Beispiel Jod, Kupfer, Zink und andere.
Die Vitamine A, B, B1, C, D3, E, H und K sind ebenfalls lebensnotwendig. Vor allem das Vitamin D3, zugleich das wichtigste aller, ist nötig zur Kalziumversorgung und schützt vor schlimmen Krankheiten. Vitamin D3 wird auch durch UVB-Strahlung abgesondert!
Diese Vitamine und Mineralstoffe erhalten Sie als Pulver oder Tropfen. Bewährt hat sich in den letzten Jahren vorwiegend Korvimin ZVT, das man bei jedem Tierarzt erhält. Doch auch einige andere Marken und Präparate haben sich seit geraumer Zeit auf dem Markt durchgesetzt und stehen in jedem Zoo- oder Futtertierhandel in den Regalen.
Bestäuben Sie das Futter gut, damit Ihre Tiere gesund bleiben. Doch geben Sie auch vor einer möglichen Überdosierung Acht, denn dies kann zu einer Vergiftung in den Organen und zu Problemen mit dem Skelett führen! Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K werden über die Leber abgebaut, so dass es zu einem Überschuss kommen kann. Bei wasserlöslichen Vitaminen wie B, C und H erfolgt die Ausscheidung über den Urin. Eine Gefahr der Überdosierung besteht in diesen Fällen nicht.